90% of Shoulder Problems Come from THIS
KI-Zusammenfassung
In diesem Video erklärt ein Physiotherapeut, warum herkömmliche Übungen für die Rotatorenmanschette und Dehnungen bei Schulterschmerzen häufig versagen. Etwa 90 Prozent aller Schulterprobleme haben ihren Ursprung nicht in der Schulter selbst, sondern im Brustkorb. Verglichen mit einem Haus stellt die Schulter das Gebäude dar, während der Brustkorb das Fundament bildet. Da alle Schultermuskeln direkt oder über das Schulterblatt am Brustkorb ansetzen, kann sich die Schulter nicht uneingeschränkt bewegen, wenn der Brustkorb steif ist. Da Schulterschmerzen bei verschiedenen Personen unterschiedliche Ursachen haben können, ist ein individueller Testansatz notwendig, anstatt pauschale Übungspläne zu befolgen.
Der Experte stellt vier einfache Selbsttests vor, um die genaue Blockade im Brustkorb zu lokalisieren. Der erste Test prüft die Außenrotation der Schulter bei einem 90-Grad-Winkel, was die Öffnung des unteren vorderen Brustkorbs testet. Der zweite Test misst die Außenrotation mit dem Arm am Körper und zeigt, ob sich der obere Rücken nach hinten ausdehnen kann. Der dritte Test ist das Heranziehen des Arms quer über den Körper (horizontale Adduktion), was die Beweglichkeit des unteren Bereichs des Brustkorbs am unteren Rücken überprüft. Der vierte Test erfordert das Greifen hinter den Rücken in Richtung des gegenüberliegenden Schulterblatts, um zu testen, ob sich die Brust und das Brustbein nach vorne öffnen können.
Die Korrektur dieser Einschränkungen folgt dem Prinzip einer russischen Matroschka-Puppe, bei der äußere Schichten zuerst gelöst werden müssen, bevor tiefer liegende Strukturen behandelt werden können. Daher müssen die Tests und Übungen in einer festen Reihenfolge abgearbeitet werden: zuerst die Außenrotation bei 90 Grad, gefolgt von der Außenrotation am Körper, der horizontalen Adduktion und schließlich dem Greifen hinter den Rücken. Für die jeweils stärkste Einschränkung führt man über zwei bis vier Wochen lang zwei spezifische Übungen aus – eine Übung zur Erlangung von Beweglichkeit und eine zur Kräftigung, um den Bewegungsgewinn dauerhaft zu sichern.
Zu den empfohlenen Übungen gehören unter anderem die Bauchlagen-Ellbogenpresse und das diagonale Armheben in Seitenlage für den unteren vorderen Brustkorb. Für den oberen Rücken kommen sitzende Rotationen mit dem Miniband und rotierende Kabelzug-Druckübungen zum Einsatz. Der untere Rücken wird durch Überkopf-Reichübungen in Rückenlage bei 120 Grad sowie Landmine-Presses adressiert. Schließlich werden zur Öffnung des oberen Brustbereichs eine umgekehrte Tisch-Position auf dem Boden sowie rotatorisches Rudern auf der Bank genutzt. Um die erzielten Fortschritte langfristig zu erhalten, empfiehlt der Therapeut abschließend die Integration einer durchdachten Haltungsroutine in den Alltag.
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